JU gegen Erhöhung der GEMA-Gebühren

am 04. September 2012.

Rosenheimer Triangelball in Gefahr?

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) plant zum 1. Januar 2013 eine drastische Tariferhöhung. Nach Aussage der Jungen Union in Stadt und Landkreis Rosenheim kann dies das Aus für einige traditionelle Veranstaltungen in der Region bedeuten. So erklärte der Teilhaber der Firma Acetollo UG, Veranstalter der letzten beiden Triangelbälle, im Gespräch mit Rosenheims JU-Chef Daniel Artmann und JU-Deutschlandrat Florian Gerthner, dass der jährliche Faschingsball der Rosenheimer Gymnasien akut gefährdet ist: „Nach der geplanten Reform würden sich die GEMA-Gebühren verdoppeln. Bereits in den letzten Jahren sind die Kosten durch strenge Sicherheitsauflagen stark gestiegen. Eine Erhöhung der GEMA-Gebühren würde dem bisherigen Konzept des Triangelballs den Todesstoß geben.“

Die Junge Union in Stadt und Landkreis Rosenheim lehnt die von der GEMA geplante Tariferhöhung deswegen klar ab. „Die ab 1. Januar 2013 von der GEMA geplanten Änderungen bringen eine Verkomplizierung sowie eine bürokratische und finanzielle Mehrbelastung mit sich, die gerade für kleine und mittlere Betreiber und Veranstalter schwer zu tragen sind“, sagte Daniel Artmann, Kreisvorsitzender der JU Rosenheim Stadt. „Auch hier bei uns in Stadt und Landkreis Rosenheim können die starken Kostensteigerungen zu dauerhaften Schließungen von Bars und Diskotheken führen. Die Wut und Verunsicherung unter den Gastronomen ist bereits jetzt groß. Viele von ihnen werden keine oder weniger Musikveranstaltungen durchführen und so gerade jungen Nachwuchsmusikern keine Plattform mehr bieten können. Das gefährdet unsere Jugendarbeit sehr“, erklärten Daniel Artmann und JU-Deutschlandrat Florian Gerthner aus Neubeuern.

Ebenso betroffen sind aber auch die Veranstalter von Vereinsfesten und Kulturveranstaltungen, wie Sport- oder Burschenvereine. Zudem kritisiert die Junge Union, dass die GEMA auch bei gemeinnützigen Veranstaltungen, wie Schul- und Kindergartenfesten, Gebühren für das Spielen von Musik verlangt. „Die JU sieht sich dem Schutz des ehrenamtlichen Engagements und der kulturellen sowie gesellschaftlichen Vielfalt Bayerns verpflichtet. Vor diesem Hintergrund geht es uns nicht nur um die Verhinderung der für 2013 geplanten, zum Teil existenzbedrohenden Gebührenerhöhung, sondern um eine Strukturreform der GEMA insgesamt“, führten Artmann und Gerthner weiter aus.

Die JU Rosenheim Stadt und Land fordert daher die Mitglieder des Deutschen Bundestags auf, alle erforderlichen Maßnahmen dafür zu ergreifen, dass die Verwertungsgesellschaften zukünftig ihre Tarife ausschließlich in einer gemeinsamen Regelung mit anerkannten Nutzervereinigungen festlegen dürfen. Zudem soll die Gebührenstruktur stärker als bisher durch das zuständige Deutsche Patent- und Markenamt sowie das Bundeskartellamt überprüft werden.

Die JU Rosenheim Stadt und Land wird die geplante Erhöhung der GEMA-Gebühren mit einer Postkarten-Aktion begleiten, um gegenüber einer breiten Öffentlichkeit kritisch Position zu beziehen.

 

Für faire GEMA Gebühren

 

JU Rosenheim-Stadt

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